Christiane Göbel Horsemanship und Coaching mit Pferden

Mit Verstand und Gefühl im Training für Menschen und Pferde

Wie bringe ich meinem Pferd den spanischen Schritt bei?

Wie bringe ich meinem Pferd den spanischen Schritt bei? Wie lege ich ein Pferd hin? Wie lernt mein Pferd piaffieren? Wie lehre ich mein Pferd den Schulhalt? Wie komme ich zum Verbeugen des Pferdes?

Dies ist der Trailer für meine 1stündige Schritt-für-Schritt-Video-Anleitung, mehr dazu erfährst Du über den Button

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Die obigen und ähnliche Fragen erhalte ich immer wieder von Schülern und ich erinnere mich noch sehr gut an meine Anfänge im Horsemanship, wo ich natürlich auch gerne „spektakuläre“ Dinge wie hinlegen und ähnliches meinem Pferd beibringen wollte, und von meinen Lehrern Antworten erhielt wie: „Das gehört nicht zu diesem Level“ oder „Das kommt erst im übernächsten Level dran“ „Du bist noch nicht so weit“ „Dein Pferd ist noch nicht so weit“ „Lerne zuerst die Basics“ usw…..

Das wollte ich damals nicht hören, ich wollte einfach Lösungen für meine Wünsche und was das Hinlegen meines Pferdes betraf, suchte ich mir Lösungen und schaffte es auch. An dem Tag, als ich mein damals 3jähriges Pferd das erste Mal hinlegte, fuhren wir sofort anschließend ins Krankenhaus, denn ich hatte mir die Schulter dabei ausgerenkt und hatte somit noch Jahre später ein schmerzhaftes Andenken an diesen Tag.

Das war mein Preis und dafür legte sich mein Wallach dann zum Glück sein ganzes Leben lang auf Kommando hin. Doch war es den Preis dieses körperlichen Leidens wert? Ich hatte ihn mit Hilfe der Fußlonge hingelegt, was bei sachgemäßem und erfahrenen Umgang und als reine Unterstützung und ohne Zwang, keine schlechte Sache ist, doch ich hatte weder das Timing, noch die Erfahrung, noch das Wissen wann ich wie viel Druck anwenden durfte, sollte und konnte und was ich wann belohnen musste.

Ich versuchte mein Nichtwissen mit einem Kraftakt zu übertünchen und kräftemäßig sind die Pferde nun mal überlegen…..Dies war nur einer der vielen Krankenhausbesuche in der Notaufnahme, die ich meiner Ungeduld, meinem Halbwissen und meinem fehlenden Einfühlungsvermögen zu verdanken hatte.

Heute, 20 Jahre später kann ich darüber nur lächeln und wenn mich heute Schüler fragen, wie sie ihr Pferd hinlegen können, das piaffieren beibringen, spanischer Schritt etc….dann möchte ein Teil von mir einfach erklären wie es geht und der andere Teil würde gerne erklären, wie wichtig vorher all die anderen Dinge in der Kommunikation mit dem Pferd sind, oder überhaupt erst einmal eine sehr gute Kommunikation zu haben. Ich bin jedes Mal in einem Zwiespalt und manchmal sehe ich, dass weder Pferd noch Mensch an einem Punkt sind solche Lektionen zu erlernen.

Wie oft sehe ich dann noch Menschen mit Ihren Pferden, deren Pferde bei jeder Berührung an der Schulter mit dem Vorderbein nach vorne raus keilen, da sie denken, der spanische Schritt sei gefragt, oder Pferde, die beim Hufe heben ins Kompliment gehen wollen. Dies alles kann gefährlich werden.

Was ist der Grund dafür? Aus meiner heutigen Sicht ist fehlendes Bewusstsein über den Einbau der ausführenden „Knöpfe“ hier die Hauptursache. Da hat Mensch irgendwo gesehen, dass zum Abfragen z.B. des spanischen Schrittes die Schulter touchiert wird. Doch tatsächlich ist dies das Letzte was passiert, all die Schritte vorher sind nämlich unsichtbar bis kaum sichtbar, wenn ich sie jedoch auslasse, dann bekomme ich ein Pferd, welches beim z.B. berühren der Schulter nach vorne ausholt, da es dies so gelernt hat und da kann das Pferd nichts dafür.

Das – was passiert -, bevor etwas passiert, das ist es worauf es ankommt.
Wenn die Schritte vorher den spanischen Schritt anstreben, dann sehen diese anders aus, als die Schritte, die beim touchieren der Schulter das Pferd für rückwärts fragen. Tatsächlich kann man nonverbal schreien und nonverbal flüstern. Beim berühren der Schulter schreit man schon nonverbal, während die fast unsichtbaren Schritte vorher wie ein Flüstern sind.

Und der erstes Schritt kann nur ein Gedanke sein in einer bestimmten Körperhaltung und dieser erste Schritt muss auch erst einmal wirken können, vielleicht gefühlte 5 Minuten(tatsächlich 5 Sekunden) bevor der nächste, schon minimal sichtbare Schritt kommt und wieder wirken muss, dann kommt der dritte Schritt den man schon sehen kann und das berühren der Schulter ist der vierte und letzte Schritt, sozusagen die ausführende Kraft, die später nicht mehr benötigt wird, wenn ich den „Knopf“ richtig eingebaut habe.

Und dann benötige ich als Mensch die Ruhe und Souveränität diese ganze Zeit des Wirken lassens und anscheinend nichts passierens auszuhalten in der Gewissheit, dass dies der richtige Weg ist…..Und genau so wichtig ist es, zu erkennen, wann das Pferd anfängt richtig zu denken – und dies SOFORT zu belohnen, nicht erst das Ergebnis.

D.h., ich muss das Gespür und Wissen haben zu erkennen, wann das Pferd in die richtige Richtung denkt und die geringste körperliche Veränderung und Gewichtsverlagerung belohnen um immer größerer Ergebnisse zu bekommen. Und ich habe selbst bei professionellen Pferdeleuten beobachtet, dass sie dies nicht tun. Und dann muss ich noch wissen wie mein Pferd gelobt werden will…

Voraussetzung für den Erfolg sind folgende 8 Punkte:

1. Absolute Körperbeherrschung in immer der gleichen Reihenfolge

2. Absolut gutes Timing in Sekundenbruchteilen

3. Belohnung minimalster und kaum sichtbarer Erfolge

4. Ein absolut feines Gefühl für Veränderungen auf kaum sichtbarer Ebene

5. Absolute Selbstbeherrschung statt Ungeduld

6. Erkennen und Bestätigen der minimalsten Geistesveränderungen der Pferde

7. Absolute Ruhe und Souveränität bei Abweichungen

8. Wissen über die Motivationsknöpfe der verschiedenen Pferdetypen

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erhältst Du über meine 60minütige Videoanleitung hier:

Video-Anleitung


Wenn Du hier alle Qualitäten besitzt und dann den richtigen Weg gehst, so dass Dein Pferd das erlernte „Kunststück“ dann auch tatsächlich nur dann anbietet, wenn Du danach fragst, dann gibt es fast unendliche Möglichkeiten zum Lernen für Dich und Dein Pferd.

Ich wünsche Dir nun das Bewusstsein, aus Sicht Deines Pferdes die Dinge zu erkennen und die Achtsamkeit und Erkenntnis, die für Dich und Dein Pferd stimmigen Lösungswege zu gehen.

 

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